Evaluierung und Forschung

Außerschulisches Lernen
Der Lernprozess bei FRida & freD ist „informell“ - im Gegensatz von einem „formalen“ Lernprozess im Klassenzimmer.
Um zu beweisen, dass Lernprozesse stattfinden, wendet FRida & freD das Konzept Generic Learning Outcomes an. GLOs wurden im Forschungszentrum für Museen und Galerien an der University of Leicester konzipiert und werden immer mehr von Museen und ähnlichen Institutionen europaweit angenommen.
In diesem Modell werden individuelle Lernerfahrungen – kreative, intellektuelle und soziale – in fünf Hauptkategorien eingeordnet:
1. Kenntnis und Verstehen: Tatsachen erfahren, Dinge verstehen, Verstandenes vertiefen, Zusammenhänge erkennen und verstehen, einen Einblick in die Arbeit von Museen gewinnen
2. Fähigkeiten: Fähigkeiten stärken und neue Fähigkeiten erlernen
- intellektuell: lesen, kritisch denken, Urteilsvermögen schärfen
- sozial: Zusammentreffen mit anderen Menschen, Angebote teilen, Teamarbeit
- emotional: eigene Gefühle und die anderer erkennen
- kommunikativ: schreiben, sprechen, zuhören
- körperlich: laufen, tanzen, basteln
3. Einstellung und Werte: Gefühle und Wahrnehmungen, Meinungen und Einstellungen zu sich selbst und anderen wahrnehmen, Empathie fördern, Motivation verstärken, positive und negative Einstellungen in Bezug auf eine Erfahrung
4. Freude, Inspiration und Kreativität: Spaß haben, überrascht werden, neue Einblicke gewinnen oder neue Aktivitäten durchführen, erforschen und experimentieren, angeregt und inspiriert werden
5. Aktivitäten, Verhalten und Fortschritt: Verhalten der BesucherInnen in der Ausstellung, Änderung ihrer Verhaltensweise im Alltag
Verschiedene Ausstellungen und Veranstaltungen bringen verschiedene Muster von Generic Learning Outcomes hervor. Einige werden beispielsweise stark in Richtung Kreativität gehen, andere in Richtung Erlernen von Fähigkeiten. Nicht alle GLOs sind für alle Aktivitäten und Veranstaltungen anwendbar.
Vorteile von GLOs:
- Sie bilden allgemeine konzeptionelle Rahmenbedingungen und einen systematischen Vorgang, Lernprozesse und deren Resultate zu erforschen.
- Sie suchen Beweise von kognitivem, motiviertem und affektivem Lernen.
- Sie passen für Schulen und allgemeine BesucherInnen jeglichen Alters.
- Sie können zur Evaluierung der Lernprozesse verwendet werden um weitere Aktivitäten zu planen.
Forschungsprojekte und Partnerschaften
Wir begrüßen zurzeit Kooperationen mit Forschungsanstalten und/oder Einzelpersonen, die sich mit folgenden Themen auseinander setzen möchten.
- Museumspädagogik
- ganzheitliches Lernen
- Lernen an außerschulischen Orten / selbsttätiges Lernen
- handlungsorientiertes Lernen
- Lerntheorien (z.B. konstruktivistisches Lernen)
- Erforschung der Lernprozesse
- Ausstellungsdesign & Evaluierung
- Museumsmanagement
- Museumsmarketing & Öffentlichkeitsarbeit
- Multimedial unterstützte Interaktionen in Museen
- Gesellschaft & Barrierefreiheit im musealen Kontext
- Entwicklungspsychologie
Für mehr Informationen oder zur Besprechung der Anforderungen für Ihre Forschungsarbeit wenden Sie sich bitte an
Holly Hasted, MA
holly.hasted@stadt.graz.at
+43 (0)316 872 7713
Ich freue mich auf e-Mails von StudentInnen, ForscherInnen und akademischen BetreuerInnen.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Koren, Veronika. “Hands On ― Minds On! Ein Beitrag zur Wissensvermittlung in Kindermuseen“ (Diplomarbeit, Karl Franzens-Universität Graz, 2009).
(Foto: nailiaschwarz © photocase.com)






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